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Profil des Ludwigsgymnasiums

 

Auch wenn man es den Gebäuden nicht ansieht, das Ludwigsgymnasium hat 1999 sein 175jähriges Bestehen gefeiert, es ist eines der ältesten und traditionsreichsten Münchner Gymnasien. Wie die beiden anderen, das Max- und das Wilhelmsgymnasium, ist es bis heute der humanistischen Bildung verpflichtet: Dass Griechisch als dritte Fremdsprache und als Leistungskursfach gewählt werden kann, gehört zum Profil unserer Schule. Aber auch das Angebot an modernen Fremdsprachen hat Tradition: Bereits seit 1827 erhielten die Schüler auch Unterricht in Französisch.
Seit es besteht, ist das Ludwigsgymnasium eng verbunden mit dem Studienseminar Albertinum, das nunmehr als Tagesheim geführt wird und auch heute wieder gleich nebenan liegt.

Viele bedeutende Männer haben im Lauf der Jahre das Ludwigsgymnasium absolviert; die wohl berühmtesten sind der Komponist Richard Strauß und der erste Ministerpräsident Bayerns nach dem 2. Weltkrieg, Wilhelm Hoegner.

Als Ausbildungsrichtungen bietet das Ludwigsgymnasium

  • sprachlich mit grundständigem Latein (Sprachenfolge Latein - Englisch - Französisch)
  • sprachlich mit grundständigem Englisch (Sprachenfolge Englisch - Latein  - Französisch)
  • Humanistisch (Griechisch als dritte Fremdsprache wählbar bei Latein oder Englisch als erster Fremdsprache)
  • Spanisch "spätbeginnend" ab Jahrgangsstufe 10 (des achtjährigen Gymnasiums), wählbar für alle Ausbildungsrichtungen, wobei die erste oder zweite Fremdsprache abgelegt wird.

Ihr Kind beginnt bei uns in der Jahrgangsstufe 5 entweder mit Latein oder Englisch. In der Jahrgangsstufe 6 setzt die jeweils andere Sprache als zweite Fremdsprache ein. In Jahrgangsstufe 8 hat man dann die Wahl zwischen Französisch und Griechisch und in der Jahrgangsstufe 10 schließlich besteht die Möglichkeit, die erste oder zweite Fremdsprache abzulegen und statt dessen bis einschließlich Jahrgangsstufe 12 als "spätbeginnende" Fremdsprache Spanisch zu lernen.

 

Besondere Schwerpunkte

 

Zahlreiche Aktivitäten und Veranstaltungen im musischen Bereich (z.B. alljährliche große Weihnachts- und Sommerkonzerte mit Chor und Orchester, Theateraufführungen, Kammermusikabende, Matineen, literarische Lesungen, Kunstausstellungen) sowie im Sport (Stützpunktschule Leichtathletik, Wettbewerbe, Schulskikurse für die Jahrgangsstufen 7 und 8) und im sozialen Bereich (Schüler-Sanitätsdienst, "Schüler helfen Schülern", Mediation-Streitschlichtung, Tutoren); Betriebspraktika für die Jahrgangsstufe 9, Berufsberatung für die Oberstufe; gezielte Förderung von Auslandsaufenthalten und internationalen Kontakten.

Das sind sozusagen die Spezialgebiete des Ludwigsgymnasiums, die für das Profil der Schule charakteristisch sind und die wir bewusst pflegen: Wir ermuntern die jungen Menschen dazu, auf musikalischem und/oder künstlerischem Gebiet aktiv zu werden und ihre besonderen Begabungen in das Schulleben einzubringen. Wir sind stolz auf die Erfolge, die sie bei sportlichen Wettbewerben erzielen, und auf das bewundernswerte Engagement der Mitglieder unserer Sanitätsgruppe, die jeweils zu zweit das ganze Schuljahr über wochenweise Bereitschaftsdienst machen. Wir sind dankbar für die sozialen Aktivitäten von Schülerinnen und Schülern, bei denen immer wieder beträchtliche Spendengelder für unsere "Patenschulen" in Südafrika zusammenkommen. Und schließlich beraten und unterstützen wir bereitwillig Schülerinnen und Schüler, die sich beruflich orientieren oder die ihren Horizont durch einen Schulbesuch im Ausland erweitern möchten.

 

Seminarschule

 

Die Tatsache, dass am Ludwigsgymnasium junge Lehrer ihr zweites Staatsexamen ablegen, erfordert zwar einiges an organisatorischem Aufwand, bringt der Schule aber auch viele Vorteile: Die Lehrkräfte, die unsere Referendarinnen und Referendare ausbilden, sind als Seminarlehrer besonders qualifiziert und wisschnschaftlich wie methodisch mit den neuesten Entwicklungen vertraut. Dieses Wissen und Können bringen sie wiederum in vielfältiger Wiese in das Lehrerkollegium ein.
Die Referendare, unsere jungen Kolleginnen und Kollegen, erfreuen durch viel Schwung und neue Ideen und haben genügend Energie, um z.B. bei Schülerfesten die Aufsichten und bei Klassenfahrten das Begleitpersonal zu verstärken. Durch die Ausbildungssituation befinden sie sich in einer Position zwischen Lehrern und Schülern; dadurch ergeben sich in manchen Fällen neue Betrachtungs- und Verhaltensweisen, die das Verständnis füreinander fördern.
Im Übrigen wird sorgfältig darauf geachtet, dass Referendare in den einzelnen Klassen ausgewogen, d.h. in nicht zu großer Zahl eingesetzt werden. Und nur ihnen ist es zu verdanken, dass wir immer wieder einmal eine große Sprachgruppe teilen oder krankheitsbedingte längere Unterrichtsausfälle vermeiden können.