Das Ludwigsgymnasium

Patenschaften in Südafrika

Majika Higher Primary School

Im Verlauf einer privaten Urlaubsreise durch Südafrika lernte man eine afrikanische schwarze Ordensschwester kennen, die als Lehrerin an dieser staatlichen Schule für damals 570 schwarze Kinder tätig war. Die Majika Higher Primary School liegt zwar inmitten einer malerisch anmutenden Streusiedlung vor den Toren des weltberühmten Krüger Nationalparks in der Provinz Mpumalanga - entbehrte damals aber wichtiger Grundlagen schulischen SüdafrikaLebens: es fehlten u.a. Unterrichtsräume, Bücher, Arbeitsmaterialien für den Unterricht sowie der Zugang zu frischem Trinkwasser wie auch Elektrizität.

Als im folgenden Jahr die Schulleitung des Ludwigsgymnasiums einwilligte, die Majika Higher Primary School zu unterstützen, begann eine unvorhersehbare geglückte Projektarbeit, die bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt andauert. Durch die enorme Hilfsbereitschaft und durch vielfältige kreative Projekte trugen Schülerschaft, Eltern wie auch das Lehrerkollegium dazu bei,k dass unsere afrikanische Patenschule mit einem Wassertank versorgt werden, weiter Bücher anschaffen und einen Schulnutzgarten anlegen konnte, um nur einige der ersten Verbesserungen zu nennen.
Darüber hinaus folgten drei Lehrkräfte der Majika Higher Primary School unserer privaten Einladung nach München und nutzten dies auch für mehrer Besuche am Ludwigsgymnasium. In der Gegenrichtung versicherten wir uns auf weiteren Reisen vor Ort der Fortschritte wie auch des sehr sorgfältigen Umgangs mit Spendengeldern; zudem verbrachten Mitglieder eines früheren Leistungskurses Geografie mit ihrer Lehrfraft zwei unvergessliche Wochen in Südafrika mit Besuchen an der geförderten Schule.

Wie in vielen Dankschreiben immer wieder bestätigt wurde, konnte das Ludwigsgymnasium seit 1993 ganz entscheidend zur Verbesserung der Schul- und Lernsituation an der Majika Higher Primary School, die derzeit etwa 950 Schüler sowie 25 Lehrkräfte umfasst, beitragen. So wurde u.a. ein dringend gewünschstes Kopiergerät finanziert, um den Lerhbuchmangel zu kompensieren, sowie ein notwendiger Schulküchenneubau errichtet, damit die Kinder eine warme Mahlzeit pro Tag erhalten. Hilfe wird auch weiterhin nötig sein, wenn es zum Beispiel um die Gestaltung des Schulgeländes wie auch um die Anschaffung notwendiger Unterrichtsmaterialien geht.

 

 

Mantopi Primary School


Mangel und Not herrschten auch an der zweiten Schule für ausschließlich schwarze Kinder, die abseits aller Touristenrouten in völliger ländlicher Abgeschiedenheit der nördlichen Provinz Limpopo liegt. Nach der Schließung einer Asbest-Mine und damit dem Wegfall der Arbeitsplätze blieben nur die Ärmsten der Armen mit ihren Kindern in dieser Gegend zurück, für die selbst die Anschaffung alltäglicher Schulmaterialien wie z.B. Bleistifte und Hefte eine kaum vorstellbare finanzielle Belastung bedeutet. Auf der Grundlage der anhaltenden großen Hilfsbereitschaft aller MItglieder der Schulfamilie des Ludwigsgymnasiums waren wir mit Zustimmung der Schulleitung im Jahre 2003 in der Lage, auch hier nach Möglichkeit zu helfen.

So half z.B. der Appell an unsere Schülerschar, die nicht mehr benötigten Bleistifte, Bundstifte, Radiergummis, Spitzer, Federmäppchen zu spenden, um mit diesem unserem Überfluss andernorts die größte Not zu lindern. Weitere Aktionen und Projekte ermöglichten es, eine 80 Meter in die Tiefe vordringende Brunnenbohrung zu finanzieren, wodurch die etwa 250 Schüler und 5 Lehrer auf dem Schulgelände erstmals in den Genuss frischen Trinkwassers kamen und auch einen Schulnutzgarten verlässlich bewässern konnten.
Auch konnten wir uns an der Schule selbst persönlich ein Bild davon machen, wie wertvoll und geschätzt die Hilfe des Ludwigsgymnasiums ist. Inzwischen ist es dank großzügiger Elternhilfe sogar möglich, eine dringend benötigte zusätzliche, vom zuständigen Ministerium aber aufgrund fehlender Mittel nicht eingestellte Lehrkraft frei zu finanzieren. Hilfe und Unterstützung in schulischen Angelegenheiten sind auch weiterhin nötig und angebracht.

 
"Freundschaft ist wie eine Spur, die der Sand verwischt, wenn man sie nicht beständig erneuert." (Afrikanische Redensart)