Latein oder Englisch

Am Ludwigsgymnasium besteht die Möglichkeit, Latein oder Englisch als erste Fremdsprache ab der fünften Jahrgangsstufe zu wählen. Die jeweils andere Sprache beginnt dann als zweite Fremdsprache in der sechsten Jahrgangsstufe.

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Dass Englisch heute unverzichtbar ist und auf jeden Fall am Gymnasium gelernt wird, ist eine Selbstverständlichkeit.

Was aber spricht für Latein als erste Fremdsprache? Im Folgenden sollen zur Entscheidungshilfe einige Gesichtspunkte angeführt werden.

  • Spannende Antike

    Bei den Römern gibt es viel zu entdecken, was die Kinder fesselt: der römische Alltag mit seinen Villen, Markthallen und Bädern, die römischen Götter und ihre Tempel, die Senatoren, Konsuln, Kaiser und Soldaten, die Straßen, Städte und Aquädukte und nicht zuletzt die großen Sagenstoffe, die die gesamte Epoche geprägt haben – vom trojanischen Krieg bis hin zu Romulus und Remus. In all das tauchen Kinder mit großer Begeisterung ein – erst recht in der fünften Klasse, wo ihre Wissbegierde noch nicht mit der Pubertät kämpfen muss.
  • Nachhaltiges Lernen

    Gerade der Lateinunterricht ab der fünften Jahrgangsstufe bietet ausreichend Zeit, um sich in Ruhe und mit Spaß dieser alten und ehrwürdigen Sprache Latein zu nähern.
  • Kulturelles Hintergrundwissen

    Die Kinder bekommen schon von Anfang an eine Menge Allgemeinbildung und ein kulturelles Hintergrundwissen mit, das auch den Unterricht in anderen Fächern wie z. B. Deutsch, Religion oder Geschichte bereichert.
  • Sprachkompetenz

    Der enorme Zuwachs an sprachlichem und grammatischem Wissen (Fremdwörter, grammatische Fachbegriffe), der im Umgang mit der Muttersprache und beim Erlernen weiterer Fremdsprachen von außerordentlichem Nutzen ist, liegt auf der Hand.
  • Logisches Denken und geistige Beweglichkeit

    Latein ist eine sehr klare, logisch durchstrukturierte Sprache. So fördert die Beschäftigung mit dem Lateinischen logisches Denken und Kombinieren. Weil das Prädikat eines lateinischen Satzes meist am Ende steht, werden auch herkömmliche Sprach- und Denkmuster des Deutschen gegen den Strich gebürstet. Wer Latein lernt, der schult also auch seine geistige Beweglichkeit.
  • Förderung von Kernkompetenzen

    Der Lateinunterricht erzieht zu strukturierter und disziplinierter Arbeitsweise und vermittelt von Anfang an Kompetenzen, die jeder auf dem Gymnasium und später im Berufsleben braucht.
  • Zeitgemäßes Unterrichtsmaterial

    Motivierende Lernmittel regen die Kinder auf ansprechende und manchmal auch witzige Weise an, in Sprache und Welt der Römer einzudringen.